Nachbarn besorgt wegen Einfügen in Umgebung

Keine Genehmigung für Mehrfamilienhaus an der Kaiser-Ludwig-Straße

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Mühldorf am Inn - Der Bau- und Umweltausschuss lehnte in seiner jüngsten Sitzung den Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus an der Kaiser-Ludwig-Straße ab.

Das Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungs- und Baulinienplans "Mühldorf Teilgebiet IV Töginger Straße". Beantragt werde der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohnungen und einer Tiefgarage mit acht Stellplätzen, sowie zwei oberirdischen Stellflächen", so die Stadtverwaltung.

Nachverdichtung soll gefördert werden, aber ...

"Wir wollen natürlich eine Nachverdichtung generell fördern, aber es muss sich halt auch einfügen", erklärte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. "Seitens der Anwohner gibt es da auch schon viele Sorgen.

"Das Geviert von Kaiser-Ludwig-, Pilichdorf-, Schlüsselberg- und Dornbergstraße besteht ausschließlich aus Einzelhäusern, deren Dächer entweder in Sattel oder Walm ausgebildet sind." Im mit eingereichten Straßenlinienplan seien die Nachbarbebauungen von Kaiser-Ludwig- Straße 16 und 18, sowie Schlüsselbergstraße 6 und 7 mit Traufhöhen von 6,0 bis 6,7 Metern und Firsthöhen von 9,0 – 13,0 Metern genannt.

Probleme mit Wandhöhen

Die angegebenen Grundflächen seien nur bedingt aussagefähig, da sie sich lediglich auf die komplette Versiegelung der Grundstücke mit Haupt- und Nebengebäuden und Zufahrten beziehe, aber nicht auf die der Hauptbaukörper alleine. "Die mit angegebenen Geschossflächen bewegen sich zwischen 0,4 und 0,9." Das beantragte Mehrfamilienhaus solle dreigeschossig, abgetreppt nach Süden und mit einem Pultdach errichtet werden.

Die Wandhöhe betrage dabei an der Kaiser-Ludwig-Straße 9,13 Meter und der First messe eine Höhe von 10 Metern. 

Gesamtbetrachtet lasse sich sagen, dass hinsichtlich der Dimensionierung des Baukörpers, sich das beantragte Vorhaben bezüglich der geplanten Grundfläche des Hauptgebäudes und einer Wandhöhe von 9,0 Metern, sowie der gewählten Dachform, nicht in die umliegende Bebauung einfüge. 

Alternativvorschlag ebenfalls nicht passend

Es sei der Bauverwaltung noch kurzfristig ein Alternativvorschlag unterbreitet worden, welcher sich in der geplanten Wandhöhe und Grundfläche allerdings nicht verändert habe, lediglich die Dachform sei in Walm umgewandelt worden. "Seitens der Verwaltung wirkt auch dieser Alternativvorschlag in seiner Dimensionierung und Ausführungsart zur umliegenden Bebauung störend und fügt sich somit nicht ein."

Ebenfalls Thema im Bauausschuss waren eine 

Erweiterung des Lidl an der Nordumfahrung,

 

die Behebung von Problemen bei der Altmühldorfer Feuerwehr

 sowie Feinuntersuchungen für die Gestaltung der Innenstadt, von der auch die mögliche Erweiterung des Norma dort, 

als Grundlage für dessen Verbleib, betroffenen sein wird.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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