Projekt der Kreisstadt

So viele Brachflächen und Leerstände gibt es - was nun getan werden soll

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Die Ergebnisse der Untersuchung für die Innenstadt.
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Mühldorf am Inn - In der jüngsten Stadtratssitzung wurde der aktuelle Stand des Projekts zur Erfassung von Entwicklungspotenzialen in der Innenstadt vorgestellt.

Der Mühldorfer Stadtrat hatte Ende Oktober des vergangenen Jahres mit nur einer Gegenstimme die Durchführung einer Maßnahme zur Erhebung der Innenstadtentwicklungspotentiale beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, das weitere Verfahren durchzuführen. "Mit einer voll umfassenden Erhebung der Brachflächen und leerstehenden Gebäude im Zusammenhang mit der entstehenden Flächenmanagement-Datenbank wird der Verwaltung ein weiteres Instrument zur Verfügung stehen, die Innenstadt zu stärken und den Flächenverbrauch zu minimieren", berichtete Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. Auch die Möglichkeit, schützenswerte Grünstrukturen zu erhalten und zu verfestigen, werde als Chance gesehen.

Die Ergebnisse der Untersuchung für Mössling.

Ein Planungsbüro aus Burghausen wurde mit der Durchführung des Projekts beauftragt. Eine Architektin des Büros führte in der Folge eine Reihe von Ortsbesichtigungsterminen zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung durch. "Des weiteren wurden die festgestellten Entwicklungspotenziale in einem Lageplan festgehalten, sowie verschiedene Auswertungen bezüglich verfügbarer Flächen durchgeführt", so die Stadtverwaltung. 

Architektin stellte Ergebnisse vor

Dem Stadtrat wurden in seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt:

  • Es wurden 653 Flurstücke begutachtet und eine Auswertung verfügbarer Flächen durchgeführt
  • Dabei wurden 607.370 Quadratmeter festgestellt, die zusätzlich in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden könnten.
  • Davon sind etwa 427.000 Quadratmeter Baulücken
  • Bei 131.000 Quadratmetern wäre eine Verdichtung möglich
  • 60 000 Quadratmeter sind Brachflächen
  • 19 000 Quadratmeter haben Leerstände
  • 3200 Quadratmeter haben Teilleerstände

"Mit der Erstellung der Auswertung ist das Projekt noch nicht beendet", so die Stadtverwaltung. Als nächster Schritt sollten nun die festgestellten Potenziale hinsichtlich des Handlungsbedarfs bewertet und in eine landesweite Flächenmanagement-Datenbank eingestellt werden. "Außerdem ist angedacht, mit den Eigentümern von Grundstücken mit Entwicklungspotenzial Kontakt aufzunehmen und über die weitere Entwicklung zu beraten."

hs

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