Nach dem Weihnachtsgeschäft

Schock für alle, die gerne im Internet bestellen

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Marktkenner malen ein Bild, das allen Online-Bestellern nicht schmecken dürfte - und das bereits nach dem Weihnachtsgeschäft eintreten dürfte.

Berlin - Kunden von Online-Shops müssen sich nach Einschätzung von Marktkennern auf deutlich steigende Versandkosten einrichten.

"Viele Händler werden das Weihnachtsgeschäft noch abwarten. Danach ist mit Erhöhungen der Liefergebühren im zweistelligen Prozentbereich zu rechnen", sagte der Branchenexperte Sven Kromer der "Welt am Sonntag".

Hintergrund sei die hohe Auslastung der Transportfirmen. Sowohl in den Lagern als auch bei der Zustellung seien Kapazitätsgrenzen erreicht. "Die Transportdienstleister arbeiten am Limit", sagte Kromer. Er erwarte eine Steuerung der Nachfrage über die Preise. Wenn ein Kunde zu Nebenzeiten beliefert werden könne, könne er von günstigen Konditionen profitieren. "Wer nur wochentags um 18.00 Uhr verfügbar ist, wird mehr zahlen müssen", sagte der Strategieberater.

Video: Gratis bald nicht mehr selbstverständlich:

Liefergebühren sind für die Branche ein heikles Thema. Viele Kunden brechen den Einkaufsvorgang ab, wenn ihnen die Versandkosten zu hoch erscheinen. Die "Wams" zitierte aus einer aktuellen Studie der auf den Online-Handel spezialisierten Technologiefirma Pitney Bowes, wonach ein kostenloser Versand für die meisten Kunden nach wie vor Priorität Nummer eins ist.

82 Prozent bevorzugen demnach eine Gratis-Lieferung - auch wenn sie ein paar Tage dauert - gegenüber einem kostenpflichtigen Express-Versand. Vor allem jüngere Kunden sind aber laut der Studie bereit, für besondere Leistungen bei der Lieferung Extragebühren zu zahlen.

Der heiße Sommer machte den Modehändlern zu schaffen.

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AFP

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