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In der Region, München oder im benachbarten Tirol

Flashmob, Grapscher, Drogen und verletzte Beamte: Polizei muss erneut zahlreiche Corona-Partys auflösen

Corona-Party Polizei (Symbolbild)
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Die Polizei musste in der Region zahlreiche verbotene Corona-Partys auflösen.

Landkreis - Bei angenehmen Frühlingswetter zog es die Menschen an diesem Wochenende (7. bis 9. Mai) vielerorts ins Freie. Dabei gab es für die Polizei erneut viel zu tun. Im Mittelpunkt standen einmal mehr verbotene Corona-Partys in der Region, in München sowie im benachbarten Tirol.

„Erneut mussten private Feierlichkeiten beziehungsweise Zusammenkünfte - teils im öffentlichen Raum - aufgelöst und Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzbestimmungen beanstandet und teilweise auch zur Anzeige gebracht werden“, teilte beispielsweise das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer Pressemitteilung mit. Schwerwiegende Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab es auch in München, wo sogar 19 Polizisten verletzt wurden, oder auch im benachbarten Tirol. Bereits vor einigen Wochen hatte es Vorfälle gegeben, über die rosenheim24.de bereits berichtet hatte.

Landkreis Rosenheim:

  • Bierbankparty vor Lokal in Kolbermoor: Am Samstagabend (8. Mai) wurde der Polizei Bad Aibling gegen 20.55 Uhr eine Menschenansammlung vor einer Gaststätte in der Rosenheimer Straße in Kolbermoor mitgeteilt. Vor Ort stellten die Beamten elf Personen fest. Diese saßen teilweise auf einer Bierbank. Es wurden weder die erforderlichen Mindestabstände eingehalten noch Mund-Nasen-Schutz getragen. Die Beamten stellten die Identitäten aller Anwesenden fest und erteilten Platzverweise. Zudem gab es entsprechende Anzeigen.
  • Personengruppen in Kolbermoor: Gegen 21.50 Uhr stellten Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling dann nach einer Mitteilung eines Anwohners in der Carl-Jordan-Straße in Kolbermoor mehrere Personengruppen fest, die sich dort ohne Mund-Nasen-Schutz getroffen hatten. Insgesamt acht Personen verstießen gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Maskenpflicht. Die Ansammlung wurde umgehend aufgelöst und Anzeigen aufgenommen.

Landkreis Berchtesgadener Land:

  • Grillparty in Freilassing: Am Samstagabend gegen 20.45 Uhr mussten Beamte der Polizeiinspektion Freilassing nach einer Mitteilung außerdem eine private Grillparty in Freilassing auflösen. Insgesamt sieben Personen aus fünf verschiedenen Hausständen hatten daran teilgenommen. Alle Beteiligten werden wegen der aktuell gültigen Infektionsschutzbestimmungen angezeigt.

Landkreise GAP / Weilheim-Schongau:

  • Musik in Murnauer Fußgängerzone: Am Samstag gegen 12 Uhr marschierten zehn Personen mit Musikinstrumenten aus verschiedenen Richtungen zur Fußgängerzone nach Murnau und begannen an der dortigen Mariensäule Musik zu spielen. Binnen kürzester Zeit versammelten sich dort rund 200 Personen als Zuschauer. Diese Personen sangen und tanzten - hielten dabei aber weder Abstände ein, noch trugen sie Masken. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot anrücken und die verbotene Versammlung auflösen. Insgesamt stellten die Beamten von drei Personen die Identitäten fest und mussten zudem drei Platzverweise erteilen. Zudem wurden drei Musikinstrumente sichergestellt. Drei Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz und dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz wurden zur Anzeige gebracht.
  • Mehrere Flashmobs in Murnau, Weilheim und Iffeldorf: Gegen 14.10 Uhr wurde dann ein „Flashmob“ am Murnauer Kultur- und Tagungszentrum mitgeteilt. Dort hatten sich etwa 15 vorwiegend weibliche Personen versammelt, die zu lauter Musik sangen und tanzten. Auch diese Menschenansammlung wurde umgehend aufgelöst. Im Laufe des Nachmittags wurden im Bereich des Marienplatzes in Weilheim sowie in der Jägergasse in Iffeldorf weitere „Flashmobs“ mitgeteilt, die sich allerdings vor dem Eintreffen der polizeilichen Einsatzkräfte bereits aufgelöst hatten.

München:

  • Laute Party in der Maxvorstadt: Am Samstagmorgen gegen 2.30 Uhr wurde die Polizei per Notruf über eine laute Party in der Schellingstraße informiert. Vor Ort trafen mehrere Polizeistreifen auf insgesamt 13 Personen im Alter von 22 bis 28 Jahren mit verschiedensten Wohnsitzen in München, Berlin, Hamburg oder anderswo. Alle (größtenteils alkoholisierten) Partygäste verhielten sich nach Polizeiangaben unkooperativ. Die Feier wurde aufgelöst. Es gab entsprechende Anzeigen. Alle, außer dem Wohnungsinhaber, erhielten auch Platzverweise. Ein 26-Jähriger aus München wollte dem Verweis nicht nachkommen und musste vorübergehend sogar in Polizeigewahrsam genommen werden.

    Treppenhaus-Party in Untersendling eskaliert: Am frühen Sonntagmorgen (9. Mai) wurde dann eine Treppenhaus-Party in der Ganghoferstraße gemeldet. Als die Polizei am „Tatort“ eintraf, versuchten mehrere Personen über das Dach des Mehrfamilienhaus zu flüchten. Um eine etwaige Gefahr für die Betroffenen auszuschließen, wurde die Berufsfeuerwehr angefordert, die das Dach über die Drehleiter in Augenschein nahm. Letztlich konnte die Polizei die Personalien von 12 Personen im Alter von 20 bis 30 Jahren feststellen, die allesamt unterschiedliche Wohnsitze hatten. Es gab entsprechende Anzeigen. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten dann außerdem noch Drogen. Der 25-jährige Wohnungsinhaber bekam deswegen eine entsprechende Anzeige noch oben drauf. Zudem wurde festgestellt, dass es vorher bereits bei der Party einen Streit gegeben hatte, wodurch eine Türe im Haus erheblich beschädigt wurde (Schaden: etwa 1000 Euro). Der tatverdächtige 30-Jährige wurde ebenfalls angezeigt.

    Feiern am Viktualienmarkt: Am Samstagnachmittag traf die Polizei gegen 16.35 Uhr am Viktualienmarkt auf etwa 300 Personen, die dort Alkohol konsumierten und die Abstände nicht einhielten. Durch entsprechende Lautsprecherdurchsagen wurde die Versammlung aufgelöst. 

    Gärtnerplatz geräumt: Am Nachmittag und Abend wurden außerdem bis zu 200 Personen am Gärtnerplatz festgestellt, so dass dieser im weiteren Verlauf des Abends dann geräumt und gesperrt werden musste. Zudem wurden auch 100 Personen nach Hause geschickt, die sich gegen 20 Uhr in der Akademiestraße versammelt hatten.

    19 verletzte Polizisten bei Eklat im Englischen Garten: Am Samstagnachmittag hielten sich im Englischen Garten viele Personen auf, die dort Alkohol konsumierten. In Folge dessen kam es laut Polizei zu „alkoholtypischen Verhaltensweisen“. Gegen 20.20 Uhr wurde die Polizei dabei auf eine Schlägerei mit mehreren Personen aufmerksam. Auslöser war wohl eine sexuelle Belästigung: Ein 16-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck soll eine 16-jährige Münchnerin gegen ihren Willen von hinten umarmt und begrapscht haben. Als die Beamten eingriffen, eskalierte jedoch die Situation. Viele der Anwesenden solidarisierten sich nach Polizeiangaben mit den schlägernden Personen und es gab rund 50 Flaschenwürfe auf die Polizei. Um die Situation zu deeskalieren, mussten die Beamten mehrfach Pfefferspray und ihre Schlagstöcke einsetzen. 19 Beamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Von den angreifenden Personen konnten mehrere identifiziert und noch vor Ort festgenommen werden. Sechs männliche Personen im Alter von 15 bis 20 Jahren, alle mit Wohnsitzen in München, wurden wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte sowie Landfriedensbruch angezeigt. Der 16-jährige Grapscher wurde zunächst festgenommen und nach Anzeigenaufnahme wieder entlassen bzw. seinen Eltern übergeben. In den Sozialen Medien kursieren bereits zahlreiche Videos von den krassen Vorfällen.

Tirol:

  • Illegale Drogenparty in Abbruchhotel: Am späten Samstagabend gab es auch in Volderwald in der Gemeinde Tulfes im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol einen großen Polizeieinsatz. Gegen 22.30 Uhr waren bei der Leitstelle zunächst Hinweise auf einen möglichen Einbruch in ein ehemaliges Hotel eingegangen. Sofort fuhren mehrere Streifen zum „Tatort“. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch ganz anders dar: Denn im ersten Stock des abrissreifen Gebäudes hatten sich mindestens 25 Personen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren zu einer verbotenen Corona-Party versammelt. Laute Musik und Geschrei verriet die „Täter“ schon von weitem. Als die Polizei das Gebäude betrat, flüchteten einige Partyteilnehmer in verschiedene Richtungen. Vom Großteil konnte jedoch die Identität festgestellt werden. Es handelte sich um Männer und Frauen aus Österreich, Deutschland und der Dominikanischen Republik. Keiner der Anwesenden trug eine Maske oder hielt die erforderlichen Abstände ein. Immerhin zeigten sich die meisten Partygäste nach entsprechender Belehrung einigermaßen kooperativ. Die Party wurde aufgelöst und alle Beteiligten erhielten entsprechende Anzeigen. Zudem laufen noch Ermittlungen, weil ein Spürhund am Abrisshaus auch noch Drogen (Cyrstal Meth) erschnüffelte.

mw/Polizeipräsidium Oberbayern Süd/PP München/LPD Tirol

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