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Immer wieder kommt es in der Region zu solchen Vorfällen

Aktivisten zerstören mehrere Hochsitze in Emmerting – Jäger: „Man fühlt sich nicht mehr sicher“

„Mord ist kein Naturschutz“ lautet die Botschaft der Aktivisten. Jäger Michael Jansen (rechts) ärgert sich über die falsche Darstellung von Jägern. Diese würden nicht nur Tiere töten.
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„Mord ist kein Naturschutz“ lautet die Botschaft der Aktivisten. Jäger Michael Jansen (rechts) ärgert sich über die falsche Darstellung von Jägern. Diese würden nicht nur Tiere töten.

Sechs zerstörte Hochsitze und Beschmierungen wie „Jagd ist Mord“: All das musste Jäger Michael Jansen in seinem Pachtrevier in Emmerting kurz vor Beginn der Jagdsaison feststellen. Vermutlich steckt dahinter eine militante Tierbefreiungsbewegung. 

Emmerting – Seit 15 Jahren ist Michael Jansen leidenschaftlicher Jäger. Im April ist er Opfer einer Vandalismus-Aktion geworden. Sechs seiner Hochsitze wurden zerstört, den Schaden beziffert er selbst auf rund 3.500 Euro.

Zehn zerstörte Hochsitze in Emmerting - Jäger immer wieder Opfer von Vandalismus

Es war nicht der erste Vorfall. Schon öfters sei er mit Beschimpfungen konfrontiert worden. „Ich bin schon von vorbeigehenden Personen beschimpft worden, wenn ich auf den Ständen war. Dieses Ausmaß mit sechs zerstörten Hochsitzen hat mich doch erschreckt. Man fühlt sich nicht mehr sicher“, beschreibt Jansen gegenüber innsalzach24.de.

„Bisher hat es eigentlich die Reviere der Bayerischen Staatsforsten betroffen. Da hatte ich meine Ruhe, aber dieses Mal hat es mich erwischt“, so der gelernte Chemikant. Im Rahmen dieser Aktion hätte es aber noch vier weitere Sitze in angrenzenden Reviere erwischt. In den letzten Jahren wären solche Aktionen immer wieder Mal vorgefallen. Allerdings wisse er nicht, ob sich bei den anderen Vorfällen auch solche Bekenner-Zeichen hinterlassen wurden.

Mehrere Jäger-Hochsitze wurden in Emmerting zerstört

Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.
Insgesamt zehn Hochsitze wurden in Emmerting vermutlich von Aktivisten zerstört und beschmiert.  © privat

Wer steckt dahinter?

Denn neben Beschmierungen wir „Jagd ist Mord“ wurden die niedergestürzten Hochsitze auch mit dem Logo der Animal Liberation Front (ALF) besprüht. Die ALF ist laut Wikipedia eine international wirkende, dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung, die 2004 in den USA vom FBI als terroristische Vereinigung klassifiziert und 2011 im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht erwähnt wurde. Vandalismus ist bei dieser Bewegung keine Seltenheit. Auch der Zeitpunkt überrascht dabei nicht. Ab dem 1. Mai beginnt die Jagdsaison und kurz vorher wurden die Jagdsitze zerstört.

„Das Töten gehört zur Jagd dazu. Aber das betrifft keine fünf Prozent der Aufgaben eines Jägers. Dazu gehört nämlich auch Wiesen abgehen, Winterfütterung, die ich schwerpunktmäßig betreibe, Fallwildentsorgung in der Nacht und vieles mehr“, ärgert sich Jansen über die falsche Darstellung eines Jägers. Er selbst empfinde keine Lust am Töten und sei kein Hobbyjäger. „Es fehlen die natürlichen Regulatoren und da muss der Mensch eingreifen, beispielsweise bei einer Fuchsbejagung, damit es vielleicht auch Mal wieder Niederwild gibt“, erklärt der Jäger.

Jansen: „Ich lasse mich nicht entmutigen, ich mache weiter“

Vier der sechs Sitze stehen inzwischen wieder. Die anderen zwei seien aber komplett zerstört worden. „Da ist auch eine Menge Arbeit dabei“, schildert Jansen. Denn der Jäger kümmert sich neben seinen normalen Beruf um sein Revier. „Wir werden unsere Streiffahrten ausdehnen. Wir sind mit Wärmebildtechnik ausgerüstet und kann auch nachts unterscheiden, ob es sich dabei um ein Tier oder eine Person handelt, die vielleicht da nichts zu suchen hat“, so der Jäger über mögliche Gegenmaßnahmen.

Generell könne man es als Jäger sowieso nicht allen Recht machen. Einige Verbände fordern mehr Abschüsse, damit der Wald erhalten bleibt, andere fordern weniger Abschüsse zum Erhalt der Tiere. „Ich lasse mich nicht entmutigen, ich mache weiter“, so Jansen. Und vielleicht könnten ihm die „sogenannten Tierschützer“ das nächste Mal beim Wiesen abgehen helfen, um die Kitze raus zutragen, wenn sie ihm schon die Sitze kaputt machen, so der Jäger abschließend.

jz

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